Samstag, 23. Mai 2015

Cheers New Zealand - Schön war's gewesen!


Mein vorerst letzter Blick auf die Southern Alps. (Leider durch ein schmutziges Fenster)

Als Theresa sich am Montag Richtung Invercargill aufgemacht hatte, war ich also seit langer Zeit mal wieder auf  mich allein gestellt ;) Nachdem wir mehr als zwei Monate fast täglich 24 Stunden miteinander verbracht hatten, war selbst Einkaufen allein irgendwie komisch. Aber wie das immer so ist, man ist nie wirklich allein. Während meiner Tage in Christchurch bildete sich z. B. ein allabendlicher "Stammtisch" im Hostel an dem wir uns mit mehr oder weniger niveauvollen Gesprächen die Zeit vertrieben ;) 
Ansonsten war mal wieder Library und ein bisschen durch die Stadt schlendern angesagt. Da ich aber schon zum zweiten Mal in Christchurch war, gab es nicht mehr so viel  Neues zu sehen. Zudem hatte meine Kamera den Geist aufgegeben, sodass Fotos ab diesem Zeitpunkt eher Mangelware waren. Außer wenn ich sie ganz Touri-like mit meinem Tablet machte, wobei ich mir aber irgendwie ein bisschen dämlich vorkam. Bei eins, zwei Graffitikunstwerken konnte ich allerdings nicht anders als mein Tablet doch rauszuholen. 

Mein Favorit!

Eine Hommage an den Michael am Ende der New Regent Street

Auch Vertreter aus dem Weltall befinden sich in der Stadt ;)


Mein letztes Ziel vor meinem Heimflug waren dann die Hanmer Springs, in denen ich eine ganze Woche verbrachte, aufgrund eines super Angebots: 5 Nächte zahlen und 7 da bleiben =) Also ging es am Freitag mit dem Shuttle durch bergige Landschaft Richtung Nordwest bei schönstem Sonnenwetter. Wie ich bei meiner Ankunft feststellte, besaß das Hostel sogar einen Massagesessel - mega Luxus! Am nächsten Morgen bin ich auch gleich einmal den Conical Hill hoch spaziert, wo sich mir diese Aussicht bot.

Blick vom Conical Hill


Im Hostel verstand ich mich besonders gut mit einer Französin, die mittlerweile schon zwei Jahre in Neuseeland lebte und nun auch kurz vor ihrem Rückflug stand. An Erzählstoff mangelte es also nicht. Des Weiteren waren noch ein Belgier, eine Japanerin und ein anderer Deutscher Langzeitgäste. Auch ein paar deutsche Zimmermänner, die auf ihrer Wanderschaft waren, machten einen Zwischenstopp im Hostel. Allgemein war es dort sehr familiär, so gab es Abends auch immer ein bisschen was Süßes for free von den Besitzern =) 

Auf meiner To-Do-Liste standen natürlich auch die Hanmer Springs, eine Poolanlage mit Spa-Feeling. Neben den normalen Pools gab es hier auch die für Neuseeland typischen Thermal-Hotpools und einige andere Spa-Elemente, sodass man gar nicht mehr aus dem Wasser will. Da ich im Reiseführer gelesen hatte, dass es Abends besonders schön dort ist, weil man dann im Pool sitzend den Sternenhimmel genießen kann, buchte ich meine Zeit dort also für Abends. Leider war es jedoch bewölkt, naja man kann nicht alles haben, war aber trotzdem schön! Am nächsten Tag zeigte sich das Wetter dafür wieder von seiner besten Seite.

Ein sonniger Tag in den Hanmer Springs

Obwohl die Hanmer Springs nicht groß waren, stöberte ich mich noch durch ein paar Läden. Dadurch bin ich jetzt auch stolze Besitzerin einer neuen Tasche =) Ein Wunder, dass letztlich alles in meinen Rucksack gepasst hat! Von ein paar alten Sachen musste ich mich dann allerdings doch noch trennen, um Platz für die ganzen Souvenirs zu schaffen, aber das war ja eh so geplant. Glücklicherweise fanden sich immer auch andere Backpacker, die meine Sachen dankend annahmen, sodass ich nichts sinnlos wegschmeißen musste. Es lebe Secoundhand!

Nach 7 Nächten ging es für mich zurück nach Christchurch. Dort besuchte ich noch mit einer Schweizerin das Museum, da es gerade eine Sonderausstellung zum Thema T-Shirtdruck gab. War so lala, aber dafür umsonst.

Alte Werbeplakate für einen Neuseelandurlaub (reguläre Ausstellung)

T-Shirt-Ausstellung

Eine wichtige Sache war dann auch noch zu erledigen: ich musste mein neuseeländisches Konto auflösen. Als die nette Frau vom Schalter dann meine Geldkarten zerschnitt, schaute mich der Mann vom Schalter nebenan schon ziemlich besorgt an. Verständlich, wenn es hier um mein normales Konto gegangen wäre.
Ansonsten habe ich mich an meinen restlichen Tagen in der Stadt rumgetrieben und die neuseeländische Sonne im Park genossen. An den letzten Tagen vor meinem Flug war nämlich nochmal Spätsommer angesagt.

Bestes Abschiedswetter!
Am 08. Mai war es dann soweit. Irgendwie konnte ich es gar nicht realisieren, dass ich in ein paar Stunden das Land verlassen würde. Dazu kam, dass es mein erster Flug so völlig allein war. In diesem Sinne habe ich nur gehofft, dass ich alles finde und immer im richtigen Flugzeug sitze! Am Flughafen gabs noch ein leckeres Sandwiche und dann hieß es auch schon ab ins Flugzeug. Ach ja, bei der Kontrolle wurde meine Tasche noch auf Sprengstoff untersucht. Anscheinend sah ich ziemlich gefährlich aus.

Im Flugzeug war nach dem Start gegen 16:00 Uhr erst einmal ein Outfit-Wechsel fällig - juhu, hinein in die Jogginghose, die Reise ist schließlich lang! 2 1/2 Stunden später befand ich mich in Sydney. Nach einem kurzen Aus- und wieder Einsteigen gings weiter in 9 Stunden nach Bangkok. Dort angekommen wurden wieder alle raus- und rein gefercht, um nach 6 1/2 erneut zu landen, dieses Mal in Dubai. Anschließend galt es, nach einem erneutem Umsteigen versteht sich, nochmal 6 1/2 Stunden in der Luft rumzukriegen bevor wir endlich in Frankfurt waren. Kurz bevor es dann hieß jetzt alle raus, wurde mir dann erst bewusst, dass ich wieder in Deutschland war. Natürlich habe ich mich gefreut meine Familie wieder zusehen und mal in meinem eigenen Bett zu schlafen. Aber irgendwie wäre ich auch gerne wieder umgedreht. Naja, auf jeden Fall war ich froh nach über 30 Stunden Reise und 24 davon im Flugzeug endlich aussteigen zu düfen!!!


Sydney
Frankfurt
Auf dem Flughafen wurde ich schon sehnsüchtig von meinen Eltern erwartet, sogar mit selbst gebasteltem Banner. Ach und Aufnahmen wie mein Flugzeug gelandet ist, gibt es auch aus der Perspektive der Besucherterrasse.

 


Abends schlemmten wir dann noch eine Kleinigkeit in einem netten Restaurant - ich war echt hungrig nach der ganzen Fliegerei! Und am nächsten Morgen ging es zurück ins gute, alte Mecklenburg, wo ich feststellen musste, dass sich nicht wirklich viel verändert hatte. 
In den anschließenden Tagen wurde noch der Rest der Familie begrüßt und ein bisschen Jetlag plagte mich auch. (Morgens um 5.00 Uhr einfach so aufzuwachen, ist dann doch extrem untypisch für mich!!!) Tja, und nach kurzer Zeit ist man auch schon wieder mittendrin im "richtigen" Leben, indem man immer so viel Sachen erledigen muss und leider nicht einfach in den Tag hineinleben kann. 

Aber die nächsten Ideen für große Taten sind schon geistig notiert und warten nur auf den richtigen Zeitpunkt! Bis dahin werde ich mich einfach ab und an nach Neuseeland zurück träumen und in Erinnerungen schwelgen =) Vielleicht war es ja nicht mein letzter Besuch ...

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